Geschichte

NAGY Lebkuchen- & Kerzenmanufaktur – ein Betrieb mit Geschichte!

Die Firma Nagy in Salzburg hat eine lange und erfolgreiche Unternehmensgeschichte auf die wir hier zurückblicken möchten:

1879 – Ludwig Nagy wandert aus dem Raum Fünfkirchen (Pecs) in Ungarn nach Salzburg aus und lässt sich im Haus Linzer Gasse 42 als Lebzelten & Wachszieher nieder.

1890 – Der Betrieb wird in die Linzergasse 32 verlegt.

1898/1900 – Ludwig Nagy verstirbt, doch sein Sohn Johann (geb. 1882) ist noch zu jung, um den Betrieb zu übernehmen. Daher heiratet die Witwe den Lebzelter & Wachszieher Mathias Schreinlechner, der den Betrieb bis 1924 führt.

1915 – Mathias Schreinlechner kauft in Salzburg-Schallmoos ein Grundstück als „Wachsbleiche“ an. Auf diesem Grundstück (Sterneckstraße 22) befindet sich heute die Produktionsstätte und das Hauptgeschäft.

1924 – Übernahme des Betriebs durch Johann Nagy.

1936 – Das Gebäude mit Geschäft in der Linzergasse 32 wird umgebaut.

1949 – Einbindung der beiden Söhne Josef (geb. 1908) und Johann (geb. 1909) in den Betrieb und Gründung der OHG „Johann Nagy & Söhne“

1958 – Vater Johann Nagy und Sohn Josef führen den Betrieb, der jüngere Sohn Johann tritt aus der Firma aus. Seine Erben führen nun im Haus Linzergasse 32 ein eigenes Geschäft – das „Wachsstüberl“.

1962 – Josef Nagy übernimmt den väterlichen Betrieb.

1963 – Verlegung der Erzeugung von Wachswaren und Lebkuchen in die Sterneckstraße wo sich seit Mitte der 20iger auf dem Grundstück der ehemaligen Wachsbleiche bereits die Kerzenzieherei befand.

1966 – Der plötzliche Tod von Josef Nagy veranlasst dessen Tochter Brigitta Svoboda mit 27 Jahren neben der Betreuung von drei kleinen Kindern den Betrieb zu übernehmen und 1967 die Meisterprüfung abzulegen. Gemeinsam mit Ehemann Othmar führt sie bis 1997 die Geschäfte.

1987 – Gabriela Svoboda (geb. 1962) legt die Meisterprüfung im Wachszieher- & Lebzeltergewerbe sowie als Konditorin ab und übernimmt die Leitung der Lebkuchenproduktion. Durch das Ende der Firma Weinkammer weitet sich der Kundenkreis der Pfarren Klöster, Gärtner und Gastronomie aus und in der Sterneckstraße wird ein Abhollager für Großkunden eingerichtet welche von Tochter Elisabeth betreut werden. Sohn Wolfgang leitet zu dieser Zeit eine kleine Filiale in Bad Hofgastein.

1990-2000 – Unter Mitarbeit aller drei Kinder (die Geschäftsführung wird 1997 an Wolfgang Svoboda und Gabriele Adlmanseder übertragen) erfolgt eine kontinuierliche Erweiterung der Geschäftstätigkeit in ganz Österreich und im angrenzenden bayrischen und norditalienischem Raum. Dabei wurde stets besonderes Augenmerk auf die Beibehaltung der bodenständigen Handwerkskunst (Salzburger Wachsjesukindl, Modelkerzen, Honiglebkuchen) und auf individuelle Kundenbetreuung gelegt.

2000 – Auf Grund des anwachsenden Arbeitsaufkommens und der steigenden Kundenfrequenz wird das Firmengebäude erweitert und ein neues Geschäftslokal in der Sterneckstraße eröffnet.

2011 – Das Geschäftslokal in der Sterneckstraße wird renoviert und neu eingerichtet.

2012 – Das Geschäftslokal in der Linzergasse wurde Aufgrund der Generalsanierung des Gebäudes geschlossen.

Wir sind stolz auf dien lange Geschichte und Tradition unseres Hauses und es ist uns ein besonderes Anliegen, die Handwerkskunst der Lebzelter & Wachszieher fortzuführen. Schließlich zählen wir zu den letzten, die noch das Doppelgewerbe der Lebzelterei & Wachszieherei unter einem Dach ausüben. Auch heute noch wird ein Großteil unserer Produkte in reiner Handarbeit hergestellt denn schon das Ziehen und Gießen der Kerzen sowie das Tauchen in verschiedene Farben erfordern unzählige Handgriffe. Das Verzieren der Kerzen mit Motiven in Wachs und das Bemalen der Wachsreliefs erfolgt ebenfalls in Handarbeit. Dabei werden besonders die Tauf-, Hochzeits-, und Jubiläumskerzen durch eine individuelle Beschriftung zu persönlichen Einzelstücken. Neben der reichen Auswahl an glatten Stumpenkerzen und verzierten Kerzen für viele Anlasse stellen die Salzburger „Wachsjesukinderl“ eine Besonderheit unserer Produktion da. Ein großer Vorteil der Fertigung von Hand liegt in der hohen Flexibilität und der Möglichkeit rasch auf individuelle Wünsche einzugehen. Wir lassen uns gerne von Sonderanfertigungen aller Art täglich neu herausfordern. Denn handwerklich arbeiten heißt für uns auch, ständig neue Ideen, Formen und Farben bei der Gestaltung unserer Produkte zu verwirklichen und so dem Trend der Zeit mit qualitätsvoller Arbeit zu entsprechen.